Ja, das stimmt. Ich bin leise geworden. Zumindest beruflich, was mein Marketing angeht.
„Warum kommt von Rikke seit Anfang August eigentlich kein Newsletter mehr?“ Vielleicht hast Du Dich das auch schon gefragt. Ich wurde auf jeden Fall schon darauf angesprochen.
Keine Sorge, ich bin da. 🙋🏼♀️ Und ich bin auch nach meiner Sommerpause am 17. August direkt wieder in die ersten wundervollen Sitzungen gestartet. 💫
Aber ich mag es gerade, leiser zu sein.
Und gleichzeitig ist die Welt um uns herum so unfassbar laut.
Wenn das Außen immer lauter wird
Auch in meinem Leben mit drei Kindern ist gerade viel in Bewegung. Unser neuer Alltag mit nun drei Schulkindern ruckelt sich erst einmal zurecht. Keine Sorge – da kann ich gar nicht ständig leise sein. 😅
Aber auf Ach und Krach den nächsten Newsletter schreiben, schon den übernächsten planen und am besten noch eine Kampagne hinterherschieben?
Das fühlt sich für mich gerade einfach nicht stimmig an.
Ich beobachte, wie auf Social Media die Post abgeht. So viele Posts, Botschaften, Angebote, Versprechen. So viel Sichtbarkeit. Manchmal fühlt es sich für mich an, als würden alle gleichzeitig versuchen, gehört und gesehen zu werden.
Und ich bin ganz ehrlich: Ich merke, dass ich diese Lautstärke immer weniger ertrage.

Neulich am Feldweg mit meinem Hund. Während um ihn herum der Wind durch die Bäume fegte, saß er einfach da. Still. Ganz bei sich. Und während ich ihn so beobachtete, dachte ich: Vielleicht können wir uns davon manchmal eine Scheibe abschneiden.
Nicht, weil dieser Weg falsch ist. Sondern weil er sich für mich nicht mehr stimmig anfühlt.
Ich möchte da gerade nicht mitmachen. Weniger Lautstärke. Weniger Müssen. Weniger Sichtbarkeit um der Sichtbarkeit willen. Dafür mehr Echtheit, mehr Tiefe und auch mehr Stille.
Und deshalb werde ich früher oder später vermutlich auch Räume wie Facebook und Instagram für mich schließen. Aktiv bin ich dort ohnehin kaum noch.
Manche Türen dürfen sich schließen
Ich nehme derzeit wahr, wie sich im Zuge des Aufstiegsprozesses vieles weiter verändert. Über die Zeitenwende und den Umgang mit diesen Umbrüchen habe ich bereits ausführlicher geschrieben.
Beziehungen verändern sich, manche erübrigen sich. Wir begegnen Menschen, mit denen wir uns auf einer anderen Ebene verbunden fühlen. Und manches, was lange zu unserem Leben gehört hat, passt plötzlich nicht mehr zu uns und unserem wahren Wesen.
Das kann traurig sein. Schmerzhaft. Manchmal auch einfach nur unangenehm.
Und das ist okay.
Natürlich macht all das auch etwas mit mir.
Und ich erkenne für mich immer deutlicher, dass ich gewisse Räume – danke Jana für dieses wunderbare Bild 🙏🏼 – einfach mal schließen sollte.
Tür zu.
Und vielleicht reicht es manchmal nicht, nur die Tür zu schließen.
Vielleicht darf der ganze Raum dahinter weg.
Denn solange dieser Raum noch da ist, kann ich die Tür jederzeit wieder öffnen und hineingehen. Zurück in etwas, das ich eigentlich längst verabschiedet hatte. Zurück in alte Verhaltensweisen, Beziehungen, Glaubenssätze oder Muster.
Und dann verklebe ich mich wieder mit all dem, von dem ich dachte, ich hätte es längst losgelassen.
Manche Räume brauchen deshalb vielleicht tatsächlich die Abrissbirne. 😉
Warum begegnen uns alte Themen immer wieder?
Themen, die wir noch nicht vollends erkannt und integriert haben, begegnen uns häufig erneut.
Ich nehme insbesondere 2026 als ein Jahr wahr, in dem auf vielen Ebenen Weichen gestellt werden. Als würden wir noch einmal sehr deutlich hinschauen dürfen:
– Was gehört wirklich zu mir?
– Was entspricht meinem wahren Wesen?
– Und was halte ich vielleicht nur noch fest, weil es vertraut ist?
Für mich gehört genau das zu Seelenwachstum.
Und damit meine ich nicht das „höher, schneller, weiter“, das mir gerade auch auf Social Media häufig begegnet.
Für mich fühlt sich Wachstum anders an: authentisch, nachhaltig und organisch.
Und gleichzeitig möchte ich auch das nicht bewerten. Vielleicht ist genau dieses „höher, schneller, weiter“ für einen anderen Menschen gerade Teil seines Weges. Ich muss diesen Weg nicht verstehen oder selbst gehen, um ihn stehen lassen zu können.
Mein Weg darf ein anderer sein.
Vielleicht gerade sogar ein leiserer.
Und plötzlich ist da … nichts
Wenn wir eine Tür schließen oder sogar einen ganzen Raum abreißen, passiert etwas, über das wir meiner Meinung nach viel zu selten sprechen:
Da ist nicht unbedingt sofort etwas Neues.
Manchmal ist da erst einmal einfach nur Leere.
Wir hören so oft: „Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue.“
Aber was, wenn sie das nicht tut?
Was, wenn die alte Tür geschlossen ist und die neue einfach noch nicht aufgeht?
Vielleicht besteht die eigentliche Aufgabe dann gar nicht darin, möglichst schnell die nächste Tür zu finden.
Vielleicht dürfen wir lernen, eine Weile in diesem leeren Flur zu stehen.
Ohne sofort zu wissen, wo es weitergeht.
Ohne schon den nächsten Plan zu machen.
Ohne krampfhaft nach einer neuen Tür zu suchen.
Diese Leere kann unangenehm sein. Und sie kann sich viiiiiiel zu lange anfühlen.
Aber vielleicht liegt genau darin auch etwas unglaublich Wertvolles: Stille.

Vielleicht brauchen wir gar keinen neuen Raum
Und noch etwas wird mir dabei immer bewusster:
Muss eigentlich hinter jeder geschlossenen Tür irgendwann eine neue aufgehen?
Vielleicht brauchen wir gar nicht ständig neue Räume.
Vielleicht stellen wir irgendwann fest, dass die Räume, die bereits da sind, vollkommen ausreichen.
Dass sie sogar viel schöner werden, wenn nicht mehr so viele andere Räume unsere Aufmerksamkeit und Energie beanspruchen.
Vielleicht genießen wir einfach einmal den Flur.
Setzen uns dort hin.
Atmen.
Schauen uns um.
Und merken plötzlich, wie viel längst da ist.
Vielleicht muss nach dem Loslassen nicht sofort wieder etwas Neues entstehen. Vielleicht geht es manchmal gar nicht darum, die entstandene Lücke möglichst schnell wieder zu füllen.
Vielleicht geht es darum, mehr Raum zu haben.
Für uns.
Für das, was bereits da ist.
Für Stille.
Für unser Herz.
Und für unsere Seele.
Was ist eigentlich noch echt?
Diese Frage beschäftigt mich gerade auch an anderer Stelle.
Was ist heute noch echt? Was fühlt sich für mich wahr und authentisch an?
Gerade online fällt es mir zunehmend schwerer, das für mich herauszufiltern. KI übernimmt immer mehr Rollen. Gleichzeitig begegnen mir Versprechen und Angebote, die schnelle und endgültige Lösungen für sehr persönliche und komplexe Themen in Aussicht stellen.
Auch hier merke ich: Das ist nicht meine Welt.
Ja, natürlich habe auch ich Angebote. Und ja, natürlich erzähle ich davon. Denn meine Arbeit gehört zu meinem eigenen Seelen- und Heilungsweg.
Aber mir ist dabei unglaublich wichtig, Menschen nicht von mir oder einer Methode abhängig zu machen.
Ich möchte Menschen bestmöglich dabei unterstützen, wieder in ihre eigene Selbstwirksamkeit zu kommen – zurück zu ihrem Herzen und ihrer Seele.
Und vielleicht darf ich das einfach auf meine Weise tun.
Leiser.
Still oder zumindest stiller als andere inmitten des Sturms dort draußen.
Und während ich das schreibe, sind tatsächlich gerade die ersten Herbststürme zu Gange. 😅
Wie passend.
Lieber leise und authentisch
Vielleicht ist genau das gerade eine meiner persönlichen Erkenntnisse:
Ich muss nicht laut sein, nur weil es um mich herum laut ist.
Ich muss nicht jede Tür offenhalten, nur weil ich sie irgendwann einmal geöffnet habe.
Und ich muss nicht sofort eine neue Tür suchen, nur weil ich eine alte geschlossen habe.
Der Sturm darf da sein. Ich muss nicht mitstürmen.
Ich darf still sein.
Ich darf einen Raum verlassen.
Ich darf ihn sogar abreißen.
Ich darf eine Weile im Flur stehen.
Und vielleicht darf ich irgendwann feststellen, dass ich gar keinen neuen Raum brauche.
Lieber leise und authentisch als laut und dabei immer weiter von mir selbst entfernt.
Das waren ein paar meiner derzeitigen Gedanken zur Zeitqualität.
Vielleicht gehst Du damit in Resonanz.
Vielleicht magst Du einmal für Dich schauen:
– Welche Türen in Deinem Leben dürfen sich schließen?
– Welche Räume hältst Du noch aufrecht, obwohl Du Dich dort eigentlich gar nicht mehr aufhalten möchtest?
– Welcher Raum braucht vielleicht sogar die Abrissbirne?
Und:
– Wo darf vielleicht einfach einmal nichts Neues entstehen?

Wenn Du weißt, dass die Tür zu darf – sie aber trotzdem nicht schließen kannst
Manchmal wissen wir längst, dass etwas nicht mehr zu uns gehört.
Eine Beziehung. Eine Arbeit. Ein Wohnort. Eine bestimmte Lebensweise. Ein altes Muster.
Der Kopf weiß es vielleicht schon lange – und trotzdem bekommen wir diese verdammte Tür einfach nicht zu.
Dann lohnt es sich, tiefer hinzuschauen.
Welche unbewussten Blockaden halten mich zurück? Welche Glaubenssätze wirken noch? Welche familiären Muster oder energetischen Verstrickungen spielen möglicherweise eine Rolle?
Manchmal reicht das bewusste Erkennen. Und manchmal brauchen wir Unterstützung, um an das heranzukommen, was tiefer liegt.
Genau dort setzt meine Arbeit an.
Wenn Du merkst, dass es in Deinem Leben eine solche Tür oder einen solchen Raum gibt und Du Dir Unterstützung beim Hinschauen wünschst, melde Dich gerne für ein kostenfreies und unverbindliches Klarheitsgespräch bei mir.
Und bis dahin vielleicht einfach:
Kein Suchen nach der nächsten Tür.
Vielleicht ist es gerade ganz schön hier im Flur. 🤍
Ich lade Dich ein zu einem kostenfreien Kennenlern- oder Klarheitsgespräch. Gemeinsam schauen wir, was bei Dir gerade ansteht und wie ich Dich auf Deinem Heilungs- und ENTwicklungsweg unterstützen kann.
